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ŜŲĪŹļĐ Ðèŗ Ǎųŝωĕġ, đĕŗ ķĕìŋĕŗ îŝŧ
Der Tod eines Menschen ist ein schockierendes Ereignis, noch mehr aber der Tod von eigener Hand. Der Suizid ist ein Phänomen, das inzwischen sogar die Zahl der Verkehrstoten bei weitem überflügelt. Der Suizid droht nicht nur ältere, sondern immer mehr auch jüngere Menschen zu erfassen. Alle 7 Tage nimmt sich nämlich in der Schweiz ein Jugendlicher das Leben. Die Zahl der Versuche liegt fünf- bis zehnmal höher. Bei jungen Erwachsenen zwischen 20 - 24 Jahren ist der Suizid seit Jahren die häufigste Todesursache. Doch in der Öffentlichkeit ist der Suizid - oder nur schon der Gedanken daran - noch immer ein Tabuthema. Dabei könnte Offenheit viel Leid verhindern...
Selbstmord, Freitod oder Suizid?!
Es gibt viele Bezeichnungen für den Suizid. Doch es empfiehlt sich, den Begriff Suizid zu verwenden. Der Begriff kommt aus dem lateinischen sua manu caedere (= durch eigene Hand fallen) oder sui caedere (=sich töten, opfern). Der Begriff Selbstmord wird aber noch immer am häufigsten verwendet obwohl er gar nicht wirklich zutrifft. Denn damit wird diese Handlung gleichsam als Verbrechen diskriminiert. (Mord = vorsätzliche Tötung eines Menschen aus Mordlust oder sonst niedrigen Beweggründen).
Auch der Begriff Freitod ist etwas gewagter da viele die es tun, sich eher von den Umständen gezwungen fühlen. Es fällt also schwer, hier von Freiheit zu sprechen.
Tatsachen
- Frauen (Mädchen) wollen sich dreimal so oft das Leben nehmen wie Männer (Jungs). Doch bei dem männlichen Geschlecht führen die Suizidversuche drei mal öfter zum Tode als bei dem weiblichen Geschlecht. Gründe dafür liegen in der Art des Suizidversuches. Denn Männer wählen die harteren Methoden des Suizids, wie z.B. verbrennen, erhängen oder erschiessen.
- Die Suizidgefahr ist bei Schülern höher als bei Menschen, die sich bereits in der Berufsausbildung befinden.
- Die meisten Suizide passieren im Herbst da diese Jahreszeit sehr bedrückt ist.
- Es ist falsch zu glauben, dass Menschen die von Suizid sprechen, es nicht tun. Acht von zehn Suizidenten haben ihre Tat vorher angekündigt.
- 85% die schon einen Suizidversuch hinter sich haben, versuchen sich ein zweites Mal zu töten. Dieser Versuch verläuft zu 10% wiederum tödlich.
Das Internet als Flucht
Aus Scham oder Angst vor der Verachtung der Mitmenschen, trauen sich die meisten Betroffenen nicht, darüber zu reden. Da der Wunsch darüber zu sprechen aber oft doch da ist, sehen sehr viele das Internet als eine Art Flucht. Sie bezeugen ihre Ohnmacht mit Einträgen in sogenannten Suizidforen. Die Foren werden für die Betroffenen als Rückzugsmöglichkeit aus einer Welt angesehen, in der sie keiner versteht. Sie entziehen sich somit der realen Welt. Oft tauschen sie sich dann über Tötung und Tötungsart untereinander aus, was die Hemmschwelle sinken lässt. Dies kann sehr gefährlich sein.
Methoden
Die Methoden sind sehr unterschiedlich. Man unterteilt zwischen härteren Methoden (erhängen, erschiessen, Todessturz aus grosser Höhe, sich vor einen Zug werfen, verbrennen) und den milderen Methoden (vergiften, Überdosis Tabletten schlucken, aufschneiden der Pulsader).
Ursachen
Man muss unterscheiden zwischen Ursache und Auslöser. Auslöser sind fast nie die Ursache eines Suizids. Die Ursache eines Suizids liegt meist in der früheren Kindheit. Ein traumatisches Erlebnis oder Fehler in der Erziehung wie
· Misstrauen
· ständige Kritik
· angstfördernde Erziehung
· zu hohe Leistungserwartung
· gestörte Familienverhältnisse
Dieses sind in der Regel die wirklichen Gründe für einen Suizid.
Auslöser
· Verlust eines geliebten Menschen durch Trennung oder Tod
· Probleme in der Schule oder im Beruf
· Drogenprobleme
· Kriminalität
Diese Auslöser sind meist nur der letzte Tropfen der das Fass dann zum überlaufen bringt und daraus ergibt sich oft eine unüberlegte Handlung.
Wichtige Faktoren für einen Suizid (besonders bei Jugendlichen) sind unter anderen:
Liebeskummer:
Wenn eine erste grosse Liebe verloren geht, fallen viele Jugendliche in ein tiefes Loch oder fühlen sich auf ein Abstellgleis geschoben. Dies führt dann viel zu einer Panikhandlung, dem Suizid als letzter Ausweg. Oft wird der Suizid auch als Racheakt benutzt, um beim Partner ein schlechtes Gewissen oder ein Schuldgefühl zu verursachen.
Depressionen:
60% aller Suizidenten litten unter Depressionen. Den Betroffenen erscheint alles grau in grau. Nichts kann ihnen mehr Freude machen. Der Tod erscheint als Erlösung, weil schlimmer als das Leben kann er gar nicht sein.
Die lachende Depression:
Im Unterschied dazu gibt es die sogenannten lachende Depression. Die Betroffenen verbergen ihr seelisches Leid hinter einer Maske und erscheinen fröhlich und sorglos. Doch plötzlich halten sie ihre Qualen nicht mehr aus und nehmen sich das Leben. Diese Menschen sind besonders gefährdet, weil niemand die Gefahr erkennt, niemand bemerkt eine Veränderung.
Misshandlung:
Gewalt ist ein sehr weit verbreitetes Problem dass viele Jugendliche zum Schweigen bringt. Durch Drohungenwerden viele dazu gezwungen, mit Niemandem darüber zu sprechen. Deshalb stehen diese Jugendliche ohne Hilfe da und sehen oft keinen anderen Ausweg aus ihrer Lage als den Suizid
Wie erkennt man einen Suizidgefährdeten?
Um das zu erkennen, muss man häufig sehr genau und viel beobachten. Viele kündigen ihren Suizid durch ein Zeichen oder eine Handlung an, die man unbedingt erkennen sollte um rechtzeitig zu helfen. Diese könnten sein
· Schule schwäntzen
· weglaufen von zu Hause
· Abbrechen von Freundschaften
· Verschenken von Lieblingssachen
· Intresslosigkeit an liebgewonnenen Hobbys
Prävention
Grundsätzlich gilt, wer helfen will, muss geäusserte Suizidabsichten erkennen und ernst nehmen. Man muss wissen, warum dem Betroffene das Leben so unlebenswert erscheint. Es ist ein Irrtum, zu glauben dass ein zum Suizidentschlossener nicht mehr von seinem Vorhaben abzubringen ist, denn die meisten von ihnen sind hin und hergerissen, zwischen dem Wunsch zu leben und dem Wunsch zu sterben. Es ist daher sehr wichtig, dass man offener darüber spricht und dass der Suizid nicht länger ein Tabuthema bleibt.
Die Hinterbliebenen
Die Hinterbliebenen nach einem Suizid nimmt kaum einer wahr. Und das, obwohl viele Angehörige nach dem Suizid eines nahen Menschen unter enormen seelischen Belastung leiden und stark suizidgefährdet sind. Es ist daher sehr wichtig, dass man sich eingehend um die Hinterbliebenen kümmert.
Schlusswort
Jede Lebensgeschichte ist anders, doch alle Suizidenten hatten eines gemeinsam: Sie hatten keine Hilfe und fanden kein Verständnis. Wir als Gesellschaft müssen versuchen, positive Vorbilder zu werden. Aber wir müssen auch unsere Schwächen zeigen können. Wir alle müssen sensibler mit den Nöten anderer Menschen umgehen und uns gegenseitig zeigen, dass das Leben schön sein kann. Wir müssen unser Schweigen brechen!
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